Tapeziertipps

Borten/Bordüren

Vorbereitung:
Zeichnen Sie die Position der Bordüre mit Hilfe von Maßband, Wasserwaage und Bleistift an. Die Verarbeitungslänge der Bordüre zuschneiden – dabei stets ein paar Zentimeter für den Verschnitt zugeben. Entlang der gezeichneten Markierung ist ein Streifen aus der Tapete herauszuschneiden. Dieser sollte ca. 1-2 cm schmaler sein als die Bordüre. Verwenden Sie zum Ausschneiden am besten Tapezierschiene und Cuttermesser. Tapetenstreifen restlos herauslösen.

Bordüre ankleben:
Zum Kleben können Sie speziellen Bordürenkleber oder einfachen Tapetenkleister verwenden, selbstverständlich nach Herstellerangaben vorbereitet. Kleber gleichmäßig auf der Rückseite der Bordüre verteilen, mittels Lammfellrolle oder Kleisterbürste. Anschließend Bordüre zusammenlegen und ein paar Minuten einweichen lassen.

Noch einfacher sind selbstklebende Bordüren:
Vorm Ankleben ist nur eine Schutzfolie abzuziehen. In den freigelegten Streifen an der Wand wird die vorbereitete Bordüre eingeklebt: Eine Seite der Bordüre exakt an die Schnittkante der Tapete ansetzen, so daß die andere Seite der Bordüre auf der Tapete überlappt. Auf der überlappenden Seite der Bordüre legen Sie nun die Schiene an: Mit dem Cuttermesser durchtrennen Sie die Tapete exakt entlang der Bordürenkante. Lösen Sie die Bordüre auf dieser Seite wieder vorsichtig von der Wand, um dann den darunter liegenden, schmalen Tapetenstreifen zu entfernen. Anschließend Bordüre gleichmäßig andrücken. Verwenden Sie dazu am besten eine Moosgummiwalze, für die Nähte einen Nahtroller.

Gehrungsschnitt:
Wenn zwei Bordüren im rechten Winkel aneinander grenzen, macht man einen sogenannten Gehrungsschnitt. Dabei werden beide Streifen im 45°-Winkel durchtrennt. Tapete und Bordüre werden gehandhabt, wie beschrieben. Die beiden aneinander grenzenden Bordüren werden so angeklebt, daß die beiden Enden sich überkreuzen. Legen Sie die Stahlschiene in dieser Kreuzung, im 45°-Winkel an und durchtrennen Sie beide Bordüren gleichzeitig mit einem Schnitt. Abfallschnipsel entfernen und Bordüre nochmals andrücken.

Rauhfasertapeten

Voraussetzung:
Sauberer, ebener und trockener, trag- und saugfähiger Untergrund
Zuschnitt der Bahnen:
Wandhöhe messen. Bahnen zuschneiden mit 10 cm Zugabe.
Einkleistern:
Bahnen satt und gleichmäßig einkleistern. Sie können von Hand einkleistern, praktischer ist ein Kleistergerät.
Zusammenlegen:
Die Bahn 1/3 zu 2/3 zum Weichen zusammenlegen. Wichtig: Kante auf Kante legen (sonst trocknen Ränder aus).
Weichzeit:
ca. 10-15 MInuten weichen lassen, längere Weichzeiten vermeiden.
Verkleben:
Naht an Naht verkleben. Blasen- und Faltenfrei andrücken mittels Tapezierbürste oder Gummirolle.
Eckenbehandlung:
Trennung in der Ecke mit der Schere ausführen. Profis verwenden auch häufig einen Spachtel zum Trennen.
Beschnitt:
Überstehenden Rest der Bahn mit Scherenrücken markieren. Entlang dieser Linie abschneiden und wieder fest andrücken.
Anstrich:
Warten, bis die Rauhfasertapete durchgetrocknet ist.

Vliestapeten

Voraussetzung:
Ein sauberer, ebener und trockener, trag- und saugfähiger Untergrund. Bahnen mit Kleistergerät einkleistern (aber auch Wandklebetechnik möglich). Ohne Einhalten von Weichzeit sofort zu verkleben. Tapete wie z.B. Rauhfaser verkleben. Andrücken mit Moosgummiwalze. In Ecken und Kanten Tapetenbahnen abtrennen, nachfolgende Bahn auf Stoß tapezieren. Überstände an Decken, Fußleisten etc. abtrennen. Strukturstabil, absolut unempfindlich gegen Druck, abrieb- und scheuerfest. Nach Trocknung ist ein Anstrich mit seidenmatter oder seidenglänzer Farbe zu empfehlen. Meist reicht ein Anstrich aus – bei erfreulich geringem Farbverbrauch. Beim Renovieren trocken wiederrestlos abziehbar.